BESCHREIBUNG DES KOMPLEXES ![]() ![]() Das Anwesen gliedert sich in mehrere Gebäude. Das Hauptgebäude bildet die Villa selbst. Die Räumlichkeiten verteilen sich auf drei Etagen, die Hauptfassade ist nach Westen gerichtet. An das beschriebene Gebäude schließt sich nach Osten die Torre Colombara an, die bis zum dritten Geschoss gleichzeitig auch als Treppenhaus für die Villa fungiert. Im Anschluß an die Torre Colombara befindet sich nach Süden hin das zweigeschossige in nord- süd Richtung angerichtete Hauptwirt- schaftsgebäude mit einem in seiner Höhe der des Hauses entsprechenden Portikus, der nach Westwn zum Innenhof hin liegt. Von der Villa ausgehend im Norden steht ein im Bezug auf die anderen Gebäude leicht gedrehter neogotischer Bau mit zwei Etagen und quadratischem Grundriss. An Nord-West-Seite dieses Gebäudes anschließend liegt ein langes einstöckiges Gewächshaus, das sich an die das Gebäude umgehende Mauer anlehnt. In Verlängerung dieses Gebäudes befindet sich ein niedriger Säulengang mit Kapitellen aus neogotischer Zeit, der sich bis zur Grenzmauer auf der Seite der Landstraße Richtung Westen hin erstreckt. Auf der Nord-Ost-Seite der Villa befindet sich ein langes zweistöckiges in Nord-Süd-Richtung ausgerichtetes Gebäude ähnlich dem bereit beschriebenen Wirtschaftsgebäude. Der gesamte oben beschriebene Komplex ist nach Norden,Westen und Süden hin umgeben von einer den Innhof einschließenden Mauer. Nach Osten hin wird das Gebäude durch die Mauern der beschriebenen Gebäude abgeschlossen. Außerhalb der Einfriedungsmauer liegend aber noch zum Anwesen gehörend befindet sich ein Park, der sich nach Norden bis zu "via Santa Cristina" und nach Süden hin bis zu einem Wasserlauf, "rio Dindarello", erstreckt. |
![]() Familie GARBINATI Anfang des 17. Jh.: Geronimo GARBINATI Mitte des 17. Jh.: Antonio GARBINATI von Mitte des 17. Jh. bis zum 18.Jh.: Familie GARBINATI Mitte des 18.Jh.: Francesco GARBINATI Zweite Hälfte des 18.Jh.: Giovanni GARBINATI Seit Ende des 18. Jh. bis 1805 : Erben des verstorbenen Giovanni GARBINATI (Cecilia, Maddalena e Francesca GARBINATI) Seit 1809 bis 1813: Capitano Ignazio DI FRANCESCO; Maddalena GARBINATI LAGHI; Francesca GARBINATI TECCHIO. Seit 1829 bis 1850: Francesco TECCHIO Sohn des verstorbenen Sebastiano. Seit 1850 bis 1920 (zirka): Famiglia TECCHIO. Seit 1920 (zirka) bis 1936: Familie MORGANTE Seit 1936 bis 1989: Familie GIARETTA Seit 1989: Familie ZANOTTI FRAGONARA RIGO ![]() |
GESCHICHTLICHE BEZÜGE
Die uns durch bibliografische und archivalische Quellen zur Verfügung stehenden Informationen sowie die sachkundige Begutachtung der heute bestehenden Anordnung lassen einen mit hoher Sicherheit den folgenden Phasen entsprechenden Enstehunhgsverlauf annehmen.
1. PHASE:
(der im 15. Jh. Entstehende Kern und Vorstehendes)
Es ist schwierig genaue Angaben über die ursprüngliche Anordnung des Kernes zu machen. Sicher ist, daß die "torre colombara" als wichtiges Element einen Teil davon bildete.
Die dann durchgeführten Veränderungen haben die ursprüngliche Struktur weitgehend durch Neues ersätzt, sodaß sie heute nur noch insofern von Bedeutung ist als daß sie die Basis der im Folgenden durchlaufenden Evolution des Ensambles bildet.
Ausgehend von den Ergebnissen der angestellten Nachforschungen sowie den Informationen, die uns durch Katasterauszüge und alte Karten zur Verfügung stehen ist anzunehmen, daß der vorher bestehende Komplex neben der "torre colombara" noch aus einem zentralen Gebäude bestand, auf dessen Basis dann im16.Jh. die Villa entstand.
Die im Bezug auf die anderen Gebäude etwas abseitige Lage der "torre" läßt in Analogie zu anderen Beispielen seine Verwendung im späten Mittelalter als Aussichtspunkt annehmen,auch wenn dies nach heutigem Wissenstand schwer belegbar wäre.
2. PHASE:
(der Kern im 15.- 16. Jh.)
Man nimmt an, daß der Komplex während dieses Zeitraumes landwirtschaftlichen Zwecken diente und daß aus diesem Grund zwei weitere scheunenähnliche langgezogene Gebäude auf der Nord-und Südseite des Turmes und des neogotischen Baus errichtet wurden, der schon zu jener Zeit quer und hinsichtlich des übrigen Kernes leicht verschoben bestand.
Stützen tun sich diese Beschreibungen auf aus Gründungsschriften und-zeichnungen gewonnenen Erkenntnissen.
Der Komplex bildete zu jener Zeit hinsichtlich seines Verwendungszweckes eine Einheit: vermutlich befand sich im im Süden gelegener Gebäude eine Wohneinheit, wo sie auch für die darauf folgende Zeit angenommen wird. Im im Norden gelegener Gebäude hingegen waren die rein landwirtschaftlichen Nutzzwecken zuzuordnenden Räumlichkeiten wie Getreidespeicher, Lagerräume und Stellplätze für landwirtschftliche Geräte.
3. PHASE:
(der Kern im 16. Jh.)
In dieser Phase bildet sich die fast endgültige Anordnung der Gebäude heraus.1672 ensteht das Herrschaftshaus der Familie Garbinati, in einer Zeit, in der die landwirtschaftliche Nutzung der Anlage noch verstärkt wird.
Dieser Neubau vergrößerte die Zentrale Einheit des Komplexes in der Nähe des Turms, der im Folgenden das Treppenhaus der Villa enhalten wird. Die Wirtschaftsgebäude bleiben im Großen und Ganzen unverändert.
4. PHASE:
(der Kern am Anfang des 18. Jh.)
Die Veränderungen, die im Laufe des 18. Jh. vorgenommen wurden, schaffen vornehmlich die Wirtschaftsgebäude eine Tatsache, die sich auch in entsprechenden Katastereinlagen bestätigt findet.
Zu den vorgenommenen Modifikationen werden gezählt:
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der Bau des Gewächshauses und der neuen Einfriedungsmauer im Norden;
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die Verlängerung des nach Norden liegenden Scheune, die somit fortan die Nord- Ost-Seite des Komplexex bildet;
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die Widerherstellung der Außenaussicht der Scheune durch Schließung einiger Fenster im Erdgeschoß und Eröffnug anderer, in deren Rahmung ein für Vicenza typischer Stein Verwendung fand;
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der Abbruch der nach Süden hin liegenden Scheune und der Neubau des um einiges größeren Wirtschaftsgebäudes, wie wir es heute verfinden. In dem Gebäude befanden sich Wohnräume, eine Seidenwurmzucht sowie eine Säulen-(dorische) halle.
Dies ist der am organischsten, am harmonischsten erscheinende Teil des gesamten Anwesens.
5. PHASE:
(Eingriffe im Laufe des 20. Jh.)
In der ersten Hälfte des 20. Jh. sind einige in die Grundkonzeption des Komplexes eingreifende Umbaumaßnahmen durchgeführt worden, die jedoch der ursprünglichen Idee zu liebe zurückgenommen wurden.
6. PHASE:
(seit 1990)
In dieser letzten Phase ausgehend vom Jahre 1990 wurden diese rekonstruirenden Arbeiten durchgeführt. Außerdem wurden alle Dächer renoviert und dem südlichen Wirtschaftsgebäude seine ursprüngliche Schönheit zurückgegeben.
BEZÜGE ZUR KUNST
